Warum diese Seite?

Diese Seite wurde sehr kurzfristig und schnell erstellt, nachdem die Bauarbeiten für den LTE- Sendemast der Telekom am 24.08.2015 begannen. Innerhalb kurzer Zeit galt es Informationen bei Behörden einzuholen, Hintergründe zu recherchieren und schließlich die Ergebnisse einem größeren Personenkreis zur Kenntnis zu bringen.

Die Telekom und die Deutsche Funkturm haben schon vor über einem Jahr versucht andere Hauseigentümer im Bereich Jarrestraße / Flüggestraße für Ihr Vorhaben zu kaufen. Die Errichtung eines Funksendemasts bringt dem Eigentümer, der sein Dach, bzw. den Standort verpachtet, zwischen 5.000 und 10.000 EUR im Jahr. Der Zeitraum der Verpachtung liegt bei 30 Jahren. Ergebnis: mindestens 150.000 EUR.

Über den Bau des Sendemastes in der Flüggestraße wurde weder die zuständige Behörde informiert noch die Anwohner oder Eigentümer der angrenzenden Gebäude. Einzig ein Zettel an den Haustüren der Flüggestraße gab Auskunft, dass die Straße für Kranarbeiten gesperrt wird. Um welche Arbeiten es sich handelt, wurde nicht kommuniziert.
Nach Auskunft des WBZ, Zentrum für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt liegt derzeit (26.08.15) keine baurechtliche Genehmigung für diese Arbeiten vor. Die Behörde wird, nach Auskunft von Fr. Wigotzki (WBZ), eine Anhörung einleiten.

Dass ein Unternehmen wie die Deutsche Funkturm und die Telekom versucht eine solche Anlage still und heimlich zu installieren und die Anwohner vor vollendete Tatsachen stellt, zeigt wohl am deutlichsten, dass die Entscheider um der Problematik wissen und möglicherweise Widerstand erwarten. Einen Sendemast auf einem Dach zu installieren hat den großen Vorteil, dass er in der Regel kaum von unten zu sehen ist.
Der hier errichtete Sendemast hat es allerdings in sich. Denn er wurde auf einem relativ niedrigen Dach installiert und befindet sich zum Teil noch in Dachhöhe der umliegenden Gebäude. Die Antennen eines solchen Sendemastes strahlen in großen Sektoren in die Breite und nach oben und unten. Das hat zur Folge, dass die elektromagnetische Strahlung von den umliegenden Hauswänden und Dächern unkontrolliert reflektiert wird.

Da es inzwischen eine Vielzahl aussagekräftiger Studien über die Wirkung einer Dauerbestrahlung durch elektromagnetische Strahlung, bzw. nichtionisierender Strahlung gibt (s. Studien/Diagnose Funk), ist es aus unserer Sicht zynisch und menschenverachtend einen solchen Sendemast in dieser Weise zu installieren. Es gibt jede Menge Studien der Mobilfunkindustrie, die nachweisen sollen, dass natürlich alles ganz harmlos ist. Es gibt aber auch Studien, die deutliche Zusammenhänge zu einem erhöhten Krebsrisiko und Störungen des zentralen Nervensystems  aufzeigen. Es gibt Untersuchungen an Säugetieren, die ziemlich niederschmetternd sind, wenn man seinen Balkon oder seine Dachterrasse in 15 oder 25 Meter Entfernung von einem solchen Sendemast hat. Vom Sendemast bis zur Außenmauer meines Arbeitszimmers sind es 18 m, bis zu meinem Schlafzimmer 23 m und bis zum Kinderzimmer meiner Tochter 27 m. Diese Distanzen habe ich mit einem Lasermessgerät gemessen.
Im Laufe der letzten zwei Tage haben mir Mitarbeiter aus Behörden, ausführende Arbeiter der Kranfirma und Elektriker im Gespräch bestätigt, dass die Nähe zu den umliegenden Wohnungen sehr gering ist und sie meine Bedenken komplett nachvollziehen können. Da sind Sätze gefallen wie: »Was ich privat darüber denke, brauche ich ja wohl nicht zu sagen.« Oder »Ich würde an Ihrer Stelle auch auf die Barrikaden gehen«. O-Ton aus der Hamburger Behörde: »Die Deutsche Funkturm weiß in der Regel was sie macht, aber das hier kann ich momentan auch nicht verstehen.«
Selbst der Mitarbeiter der Verwaltungsgesellschaft Erich Rohlffs Immobilien GmbH, die das Mietobjekt Flüggestraße 15 verwalten, hat mir bestätigt, dass man eher unzufrieden mit der Umsetzung ist.
Der Argumentation, dass immer mehr Menschen mobil ins Internet wollen und dadurch auch ein Ausbau der Infrastruktur nötig ist, können wir folgen. Aber dieser Ausbau muss sozial verträglich und unter Achtung der Menschen und unter Beachtung der Gesundheit und des Wohlbefindens dieser Menschen stattfinden. Alles andere ist zynisch und menschenverachtend.

Wir rufen auf zum Widerstand!

Unsere Forderungen an die Deutsche Telekom und die Deutsche Funkturm:

– Keine Inbetriebnahme des Mobilfunksendemastes Flüggestraße 15
– kompletter Rückbau der Mobilfunksendemastanlage und Suche nach einem Alternativstandort

Unsere Forderung an die Bundesnetzagentur:
– Entzug der Sendegenehmigung für diesen Funkmast, sofern diese überhaupt erteilt wurde.

Unsere Forderung an die Stadt Hamburg:
– Durchsetzung der Rechtsordnung. Wenn dieser Sendemast ohne Genehmigung errichtet wurde, ist es Pflicht der Stadt Hamburg, Sorge für die Gesundheit und die Bedenken Ihrer Bürger zu tragen und jegliche weitere Arbeiten an der Sendemastanlage der Telekom zu unterbinden.

Unsere Forderung an den Grundstückseigentümer der Flüggestr. 15 sowie die Deutsche Telekom:

– Unterzeichnung einer Haftungserklärung für etwaige spätere finanzielle und gesundheitliche Schäden durch die Sendeanlage. Wenn eine Unbedenklichkeit der Anlage behauptet wird, so kann eine entsprechende Haftung übernommen werden.

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Ein Gedanke zu „Warum diese Seite?

  1. Hallo, hier schreibt Ihnen Stephan Schall vom IZgMF, München.

    Ich kann Ihre Angst nachvollziehen, uns wurde 2002 in rd. 16 Meter Abstand ebenfalls ein Sendemast vor die Nase gesetzt und auch wir waren empört, hatten große Angst um unsere drei Kinder, die unterm Dach Ihre Zimmer haben. Dies ändert jedoch nichts daran, dass wir damals falsch lagen und Sie heute.
    Es gibt entgegen Ihrer Darstellung keinen einzigen belastbaren Hinweis, von Sendemasten ginge ein Gesundheitsrisiko aus. Sich auf Diagnose-Funk zu berufen ist ein sicheres Zeichen, dass Sie sich an der falschen Stelle informieren. Im Vorstand dieses Vereins sitzen fachliche Laien, ein Astrologe führte bis vor kurzem die Geschäfte. Mit Herrn Gutbier sitzt ein bekennender Baubiologe im Vorstand, sogar Sie müssten dessen Interessenkonflikt für irritierend halten, Baubiologen leben (auch) von der Angst vor Elektrosmog, je größer die Angst, umso besser. Wir haben im Forum des IZgMF hunderte Fälle dokumentiert, wie organisierte Mobilfunkgegner verdrehen, täuschen, lügen und betrügen. Lesen Sie, auch wenn sich alles in Ihnen dagegen sträubt. Sie müssen und sollen mir nichts glauben, machen Sie sich selbst so gut es in Ihrer Situation geht ein objektives Bild von der Szene, in die Sie geraten sind. Nur wer nichts weiß muss alles glauben.

    Sie werden das alles jetzt nicht wahr haben wollen, denn panische Angst und objektive Wahrnehmung passen nicht zusammen. Mit der Zeit aber werden auch sie feststellen, dieser Sendemast ist hässlich, jedoch keine Bedrohung. Informieren Sie sich nicht unkritisch bei selbsternannten Experten, sondern kritisch bei richtigen Experten, die keine persönlichen Interessen verfolgen, z.B. beim Bundesamt für Strahlenschutz oder bei der WHO. Oder lesen Sie die regelmäßig erscheinenden Studienbewertungen seriöser Bewertungsgremien, viele davon finden Sie auf der Website von „WIK EMF und Umwelt“. Versuchen Sie der unbequemen Wahrheit ins Auge zu schauen, dass auch Sie derzeit nur „nützliche Idioten“ sind, die unabsichtlich fleißig für die kommerziellen Interessen von diversen Branchen werkeln, die mit der Angst vor Elektrosmog Millionenumsätze tätigen. Das macht Sie für diese Anti-Mobilfunk-Szene interessant, nicht Ihr Leidensdruck.

    Wenn überhaupt etwas an dem Sendemasten Sie krank machen kann, dann nicht die Immission, sondern der Anblick und die daraus resultierenden Folgeerscheinungen (Nocebo-Effekt). Bauen Sie einen Sichtschutz, und auch dieses Phänomen ist Geschichte.

    Dass es noch viel schlimmere Sicht auf einen Sendemasten gibt, als die Ihre, können Sie in folgendem Post sehen: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?mode=thread&id=61253
    Ich kann diesem Prachtstück von meinem Wohnzimmer aus auf die Antennen gucken, vor 10 Jahren wäre das ein Albtraum gewesen, heute kratzt mich dieses Monster nicht mehr, Vögel nutzen es gerne als Landplatz.

    Viel gäbe es noch zu sagen, doch auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut. Wenn Sie soweit sind, besuchen Sie uns im IZgMF-Forum. Und dann sehen wir weiter.

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