Risiken der Strahlung

Die Studienlage über Mobilfunkmasten, nichtionisierende Strahlung, bzw. elektromagnetische Strahlung und deren Auswirkung auf die Gesundheit des Menschen ist unübersichtlich. Unübersichtlich deshalb, weil die mächtige Mobilfunkindustrie versucht die bekannten Risiken zu verharmlosen. Viele dieser Studien zu Mobilfunk und Mobilfunkmasten werden von der Industrie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist dann in der Regel schon vorher klar. Auch hier gilt also: Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast!
Dass eine gesundheitsschädliche Wirkung von den Sendemasten ausgeht, ist aber relativ einleuchtend, wenn man bedenkt, dass es für jeden einzelnen Sendemast einen Sicherheitsabstand und Grenzwerte je nach Stärke und Reichweite der Strahlung gibt. Wäre alles ganz harmlos, gäbe es ja diese Auflagen nicht. Allerdings werden diese Grenzwerte und Sichheitsabstände nur für einen kurzfristigen Aufenthalt an den Anlagen festgelegt. Anwohner sind dieser Bestrahlung jedoch dauerhaft ausgesetzt.

Die ICNIRP, International Commision on Non-Ionizing Raditon, hat Grenzwerte erarbeitet, auf die sich die nationalen Grenzwerte beziehen. Auch die in Deutschland geltenden Grenzwerte basieren auf diesen Empfehlungen.
Aber die Richtlinien der ICNIRP sagen lediglich aus, dass der Grenzwert nur vor „kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen“ durch „erhöhte Gewebetemperaturen“ (S.48) schützt.
Alle Fachleute sind sich darin einig, dass von dem Sendemast keine Wärmegefahr ausgeht. Die Grenzwerte schützen also vor etwas, das letztlich gar keine Gefährdung darstellt, nämlich die Erwärmung des Körpergewebes. Andere Auswirkungen blieben bei der Festlegung solcher Grenzwertempfehlungen gänzlich unberücksichtigt.
Das wäre so, als würde man die Wirkung und Höhe radioaktiver Strahlung mit dem Thermometer statt mit dem Geigerzähler messen.
Die Gefahr geht vielmehr von der biologischen, nicht – thermischen Wirkung der Strahlung aus, v.a. den Langzeitwirkungen.« von: http://www.der-mast-muss-weg.de/110grenzwerte01.htm

Hier das Originalzitat aus dem Bericht des ICNIRP: RICHTLINIEN FÜR DIE BEGRENZUNG DER EXPOSITION DURCH ZEITLICH VERÄNDERLICHE ELEKTRISCHE, MAGNETISCHE UND
ELEKTROMAGNETISCHE FELDER (BIS 300 GHz)

»Die Auslösung von Krebs durch langfristige Exposition durch EMF (Elektromagnetische Felder) wurde als nicht gesichert angesehen, daher basieren diese Richtlinien auf kurzfristigen, unmittelbaren gesundheitlichen Auswirkungen wie z. B. die Reizung peripherer Nerven und Muskeln, Schocks und Verbrennungen, die durch Berührung leitfähiger Objekte verursacht werden und erhöhte Gewebetemperaturen, die aus der Absorption von Energie während der Exposition durch EMF resultieren. Im Falle potentieller Langzeiteffekte der Exposition wie erhöhtes Krebsrisiko kam ICNIRP zu dem Schluss, dass die verfügbaren Daten als Grundlage für die Festlegung von Expositionsbegrenzungen nicht ausreichen, obwohl epidemiologische Untersuchungen zwar Anhaltspunkte, aber keine überzeugenden Beweise für einen Zusammenhang zwischen möglichen karzinogenen Wirkungen und der Exposition durch magnetische Flußdichten von 50/60-Hz-Feldern erbrachten, die in der Größenordnung beträchtlich unter denen in diesen Richtlinien empfohlenen liegen.«

Nochmal kurz mit nach meinem kleinen Verständnis zusammengefasst: Da es keine Beweise, sondern nur Hinweise gibt, dass diese Strahlung bei langer Dauer Krebs auslösen kann, hat man einfach was anderes untersucht. Und die Grenzwerte beziehen sich auf eben das andere, was man unersucht hat. Wie der Autor der Seite »Der Mast muss weg« gesagt hat: Das ist so, als ob man radioaktive Strahlung mit einem Thermometer misst.

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